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Geologische Wanderung zum Goetheplatz

Bei einer geologischen Wanderung zum Goetheplatz erfahren Sie Wissenswertes über die Harzer Gesteinswelt und den Rehberger Graben, das Herzstück der Andreasberger Wasserwirtschaft. Die Wanderung ist einschließlich Rückweg etwa 6 km lang und dauert mit kurzem Aufenthalt am Goetheplatz etwa eine Stunde.

Streckenverlauf der Wanderung zum Goetheplatz

Nördlich von Sankt Andreasberg zwischen der Bergstadt und dem Internationalen Haus Sonnenberg liegt der Parkplatz Dreibrodetal. Dort beginnt Ihre Wanderung. Folgen Sie zunächst dem Nationalpark-Hinweisschild "Rehberger Grabenhaus". Anschließend passieren Sie das Internationale Haus Sonnenberg zu Ihrer Linken. Bald erreichen Sie den kreuzenden Rehberger Graben, die Hauptschlagader der Andreasberger Wasserwirtschaft. Noch heute bringt der Graben das Wasser aus den Mooren bei Oderbrück, das durch ihn bis zum Schacht Samson mit seinen Wasserkraftwerken und Turbinenanlagen fließt. Der Ort, an dem Sie sich nun befinden, trägt den Namen "Kienrauchshütte". An diesem historischen Standort befand sich zur Zeit des Harzer Bergbaus ein Kohlenmeiler. Nach kurzer Wanderung parallel zum Rehberger Graben erreichen Sie die Nationalpark-Waldgaststätte Rehberger Grabenhaus.

Informationstafeln entlang des Wanderweges

Wissenswertes über den Rehberger Graben, seine Bedeutung für den Harzer Bergbau, das Rehberger Grabenhaus, die Andreasberger Wasserwirtschaft wird Ihnen auf Schautafeln vermittelt, die Sie entlang des Wanderweges finden. Nach dem Rehberger Grabenhaus sollten Sie auf die geologische Situation der Gesteinsaufschlüsse zu Ihrer Linken achten. Der splittrige Hornfels, in dem einige historische Steinbrüche angelegt sind, geht bald in den rundlich verwitternden Granit über – Sie haben also einen Granitkontakt passiert. Danach erreichen Sie den Skihang Rehberg, an dieser Wind exponierten Schneise liegen viele vom Sturm Kyrill umgeworfene Bäume. Das liegt daran, dass Bäume, die sich in der Kernzone des Nationalpark Harz befinden und nicht etwa aus Sicherheitsgründen entfernt wurden, im Nationalpark liegen gelassen werden – dies ist die natürliche Dynamik des Waldes, die im Nationalpark Harz geschützt wird.

Goetheplatz - Geotop des Jahres 2010

Schließlich gelangen Sie auf den Goetheplatz, der im Jahr 2010 zum "Geotop des Jahres" gewählt wurde. Geotope sind auffällige Felsformationen, Gesteinsaufschlüsse, Fundstellen von Mineralien oder Fossilien sowie vielerlei Landschaftsformen, darunter Höhlen, Moore oder Dolinen. Hunderte solcher Geotope gibt es im Geopark "Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen". Viele von ihnen sind als Geopunkte erschlossen. Aus der Fülle des Angebots wird jährlich mit dem „Geotop des Jahres“ ein Ausflugsziel im Natur- und Geopark besonders beworben. Auf Initiative von Dr. Klaus George, Regionalverband Harz, hat der Geoparkbeirat für 2010 den Aufschluss am Goetheplatz zum „Geotop des Jahres“ erklärt. Es ist der Geopunkt 4 im Gebiet der Landmarke 4 des UNECSO-Geoparks.

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