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Ausflug zum Hexentanzplatz bei Thale

In der Nähe von Thale gelangen Sie auf 450 Metern über dem Meeresspiegel zu einem der wohl sagenumwobensten Bergplateaus im östlichen Harz: dem Hexentanzplatz. Der Mythos dieser Felsklippe besagt, dass sich hier seit jeher die Hexen des Harzes in der letzten Nacht des Aprils – der Walpurgisnacht – zusammenfinden, um ein gespenstisches Ritual zu feiern. Hier versammeln sich die Hexen, um danach gemeinsam zum Brocken aufzubrechen, wo sie dann um das lodernde Hexenfeuer tanzen und um die Hand des Teufels anhalten.

Von diesem mystischen Ort in unmittelbarer Nähe von Thale eröffnet sich Ihnen der beeindruckende Blick in das von den Felswänden umgebene Bodetal, das zu Recht den Spitznamen „Grand Canyon des Harzes“ trägt.  Bei einem Urlaub im Harz sollten Sie diesem Aussichtspunkt unbedingt einen Besuch abstatten, denn das 10 km lange und bis zu 280 m tiefe Felsental gehört mit seinem grünen Dickicht aus Bäumen und Pflanzen sowie seiner artenreichen Tierwelt zu den eindrucksvollsten Wandergebieten des Harzes. Außerdem haben Sie einen guten Ausblick auf die gegenüber des Hexentanzplatzes liegende Rosstrappe, einen imposanten Granitfelsen mit einer Höhe von 403 m über dem Meeresspiegel.

Hexentanzplatz Thale
Hexentanzplatz Thale
Hexentanzplatz Thale
Hexentanzplatz Thale

Zu Fuß oder per Seilbahn zum Gipfel

Sie können den Hexentanzplatz bei Thale mit dem Auto, dem Bus oder dem Motorrad erreichen. Auf einem großen Parkplatz können Sie Ihr Gefährt parken. Natürlich haben Sie von Thale aus auch mehrere Möglichkeiten, auf Wanderwegen den Gipfel zu erklimmen. Wenn Sie die nötige Kondition und Erfahrung im Wandern mitbringen, können Sie diese einzigartige Atmosphäre bei einem Ausflug hautnah erleben und zu Fuß den etwa sechzigminütigen Aufstieg zum Hexentanzplatz in Thale antreten. Eindrucksvoll ist auch eine Fahrt mit der Seilbahn, die täglich von Thale entlang der steilen Felsen hinauf zum Gipfel fährt. Aus der Kabine der Schwebebahn blicken Sie auf das Bergpanorama und in das von Felsen umgebene Naturschutzgebiet.

Auf dem Hexentanzplatz angekommen, haben Sie die Möglichkeit, eine Reihe von Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Zum Beispiel hat der Harzer Künstler Jochen Müller in Andenken an die überlieferten Hexen-Zeremonien alter Zeiten auf dem Hexentanzplatz sehenswerte Metall-Skulpturen und Findlinge installiert. Beobachten Sie etwa eine metallene Hexe dabei, wie sie einen magischen Kreis aus Steinen errichtet oder schauen Sie direkt in die Augen einer frechen Teufelsfigur, die neben einem dämonischen Fabelwesen auf einem gewaltigen runden Stein thront.

Weitere Attraktionen auf dem Hexentanzplatz

Unweit der Skulpturengruppe befindet sich die Walpurgishalle. Hier werden in einer ständigen Ausstellung Wandgemälde des Malers Hermann Hendrich präsentiert. Sie zeigen Motive aus dem Theaterstück „Faust“, für dessen Walpurgisnacht-Szenen sich Johann Wolfgang von Goethe durch eine Harzreise inspirieren ließ. Außerdem finden Sie hier einen altgermanischen mit Runen überzogenen Opferstein, der vermutlich in frühen Zeiten während kultischer Riten zum Einsatz kam.

Es lohnt sich auch ein Besuch im Harzer Bergtheater, in dem in der Zeit von Mai bis September Festspiele, Konzerte und Theatervorstellungen unter freiem Himmel stattfinden. Die Theateranlage ist einem alten Amphitheater nachempfunden und bietet Platz für über tausend Zuschauer. Das Bühnenprogramm, das jährlich mehr als 150 Veranstaltungen umfasst, richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Besuchen Sie auch den nahe gelegenen Tierpark "Hexentanzplatz" inmitten eines alten Buchen- und Eichenwaldes. Dort können Sie scheue und seltene Wildtiere beobachten, die die Wälder des Harzes durchstreifen. Während eines Rundgangs durch den Tierpark erwarten Sie Vogelhäuser mit Bussarden, Fasanen, Wanderfalken und verschiedenen Eulenarten. Sie treffen aber auch auf Auerhähne, Luchse, Rothirsche, Waschbären und Wildkatzen – also die Big Five des Harzes. Anschließend können Sie mit dem Harzbob, einer der längsten Allwetterrodelbahnen Deutschlands knapp 1.000 m hinab ins schöne Steinbachtal sausen.