Polsterberger Hubhaus
Wasser war ein sehr wichtiges Hilfsmittel für den Bergbau im Harz.
Zwischen 1530 und 1870 wurden nahezu 120 Seen angelegt, verbunden mit Rinnen, Gräben und Rohren, um die Kraft des Wassers für den Erzabbau unter Tage zu nutzen und die harte Arbeit zu erleichtern. Das Ziel des aufwendigen Systems war: "Wasser durch Wasser zu heben".
Das Polsterberger Hubhaus gehörte zu den wichtigsten technischen Bauwerken des Oberharzer Wasserwirtschaft. Es war die höchste Wasserübergabestelle des Systems. Hier wurde durch eine besondere "Pumpenkunst" Wasser aus einem Schacht unter dem Hubhaus auf 18 m gehoben und dann über einen Graben zum nächsten Teich, dem Hirschler Teich, geleitet, der zwei sehr ergiebige Silberbergwerke mit Wasserkraft versorgte. Zwei Wasserräder im Polstertal lieferten die nötige Antriebskraft für die Hubpumpen. Bis 1872 wurde die Wasserkraft mittels Kunsträdern und hölzernen Kunstgestängen ("Künste" = Maschinen) übertragen. Nach 1872 wurde die hölzerne Konstruktion durch eine Drahtseil-Transmission und 1909 durch eine elektrische Pumpe ersetzt.
Das Polsterberger Hubhaus war gleichzeitig Dienstwohnung für den Hubmeister und den Grabenwärter sowie Schankstube.
Heutzutage wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude als Gaststätte genutzt und ist ein vielbesuchtes und beliebtes Ausflugsziel.
Adresse und Öffnungszeiten:
Polsterberger Hubhaus
Polsterberg 1
38678 Clausthal-Zellerfeld
Juni - Oktober täglich von 11.00 - 19.00 Uhr
November - Mai: Mittwoch - Sonntag von 11.00 - 19.00 Uhr
und nach Vereinbarung unter Tel.: 0 53 23 / 55 81; polsterberger-hubhaus@
harz.de
Wandertipps zum Polsterberger Hubhaus
Wanderung ab Schützenplatz Claustahl-Zellerfeld
Vom Schützenplatz im Süden der Bergstadt führt die Strecke links am Schützenheim vorbei. Dann kommt eine Pferdekoppel, an deren Ende ein asphaltierter Weg nach links abzweigt, es geht weiter bis zu einer baumbestandenen Straße. Dort geht es nach rechts und dann nach links, entlang einer Teerstraße, an deren Ende ein Baustoffhandel und eine Landstraße zu sehen sind. Der Landstraße wird stadtauswärts gefolgt bis ein Weg rechts über Felder abzweigt. Die Markierung 10 K zeigt den Weg über den Damm des Johann-Friedrich-Teichs, an dem Informationstafeln die Entwicklung des Wasserbaus darstellen. Die Strecke geht weiter bis zum Nassenwieser Teich, auf dessen Rundweg Informationen zu Striegelgerenne und Rasenhaupt entdeckt werden können. Im Wald geht es geradeaus weiter, bis zu einem Querweg, an dem nach links abgebogen wird. Hier wird der Entensumpf erreicht, wo sich auch die Quelle der Innerste befindet. Nun wird dem "Harzer-Hexen-Stieg" bis nach Huttal gefolgt. An der großen Landstraße angekommen, weist ein Schild zum Polsterberger Grabenhaus, in dem sich bei regionaler Küche gestärkt werden kann. Nun wird der Markierung 10 H gefolgt, vorbei am Jägersbleeker Teich und entlang dem Damm zwischen Hirschler Teich und Pfauenteich. Anschließend wird die Landstraße von Altenau nach Clausthal-Zellerfeld erreicht. Wo nach den Studentensiedlungen rechts die Baustoffhandlung erscheint und der anfängliche Weg in entgegengesetzte Richtung an den Start- und Zielpunkt der Wanderung führt.
Wanderung ab Mittleren Pfauenteich
Am südwestlichen Stadtrand Clausthal-Zellerfelds, unterhalb des Mittleren Pfauenteichs beginnt der Wanderweg zum Polsterberger Hubhaus. Die 3 km lange Wanderstrecke wird durch einen Roten Punkt gekennzeichnet und führt am Jägersbleeker Teich vorbei zum Ziel.
- Tipp: Ergänzen Sie abschließend Ihre Entdeckungen während der Wanderung mit einem Besuch im Oberharzer Bergwerkmuseum
- Weitere interessante Wandertipps halten die Mitarbeiter der Tourist-Information Clausthal-Zellerfeld für Sie bereit.
- Hier finden Sie aktuelles Kartenmaterial
- Stöbern Sie auch in unseren schönen Wander-Urlaubsarrangements.












