Oberbergmeister Daniel Flach
Daniel Flach war ein ambitionierter Bergbeamter auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als Mitte Oktober 1672 ein verheerender Brand innerhalb weniger Stunden mehr als drei Viertel aller Zellerfelder Häuser vernichtete - darunter die beiden Kirchen, das Rathaus, das Fürstliche Amtshaus mit der Münze und die meisten Wohnhäuser. Daniel Flach ließ den repräsentativen Neubau seines Hauses über den Kellergewölben zweier Vorgängergebäude errichten. Der imposante Fachwerkbau am historischen Marktplatz zeugt von der gesellschaftlichen Bedeutung seiner vermögenden Familie.
Im Alter von etwa 40 Jahren hatte Daniel Flach wenige Zeit vor dem Brand die 19jährige Anna Magdalena Drechsler geheiratet. Sie war Tochter des Clausthaler Zehntners (des höchsten Finanzbeamten vor Ort) und dürfte eine stattliche Mitgift erhalten haben. Das Allianzwappen der beiden Familien über der Tür des Dietzelhauses deutet darauf hin, dass auch Mittel aus dem Vermögen von Anna Magdalena Drechsler in den Bau und die Ausstattung des neuen Hauses einflossen.
Daniel Flach führte nicht nur Aufsicht über die Bergwerke, zu seinen Aufgaben gehörte auch der Wiederaufbau der Stadt und der fürstlichen Münze. Um eine für die damalige Zeit moderne neue Stadt zu schaffen, mussten viele Grundstücke neu vermessen und getauscht werden. Er bewies großes Organisationstalent, denn schon im Frühjahr 1673 wurde mit dem Wiederaufbau der Stadt begonnen. Vor allem die schachtbrettartig angelegten und begrünten Straßen strahlen noch heute ein besonderes Flair aus.










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